Karl Leimer verlangt vom Schüler, dass ein bestimmter Abschnitt eines Stückes (am Anfang ein paar Takte) nur lesend auswendig gelernt wird.
Karl Leimer verlangt vom Schüler, dass ein bestimmter Abschnitt eines Stückes (am Anfang ein paar Takte) nur lesend auswendig gelernt wird. Dabei wird der Notentext analysiert und logisch durchdacht. Durch intensives Üben "wird sich nach und nach die Fähigkeit ausbilden, solche Abschnitte beim Durchlesen auch gleich mit dem inneren Ohr zu hören."
Die von Karl Leimer und seinem Schüler Walter Gieseking begründete und weiterentwickelte Methodik des Klavierspiels hat unter Pianisten und Klavierpädagogen weite Verbreitung gefunden.
Aus der Absicht entstanden, der Loslösung des Technischen von der musikalischen Gestaltung entgegenzuwirken, wurde ein System entwickelt, das allen Aspekten des Musizierens wieder gleiche Bedeutung zukommen lässt: der Ausbildung der pianistischen Fähigkeiten ebenso wie der Analyse der Musik und dem Training von Gedächtnis und Gehör.
Bedingung aller künstlerischen Gestaltung ist nach Karl Leimer die intellektuelle Aneignung, bei der dennoch die Natürlichkeit des Vortrags nicht vernachlässigt werden darf. Die beiden Arbeiten "Modernes Klavierspiel" und "Rhythmik, Dynamik, Pedal" erscheinen erstmals zusammengefasst in einem Band.
Modernes Klavierspiel:
Vorworte
I. Die Grundlagen meiner Methode
II. Ausführung von Beispielen
III. Der natürliche Vortrag
IV. Über das Üben
V. Über spezielle technische Aufgaben
Einführung in die Methode Leimer-Gieseking von Dr. K. Rolan
Anhang: Sonate f-Moll, op. 2/1 von Beethoven
Rhytmhik, Dynamik, Pedal:
Vorwort
I. Einleitung und Reflexion für das gedächtnismäßige Erfassen der Allemande aus der Französischen Suite E-Dur von J.S. Bach
II. Technik durch Kopfarbeit
III. Rhythmik
IV. Dynamik
V. Die Anschlagsarten
VI. Phrasierung
VII. Pedal
Autoren: Karl Leimer, Walter Gieseking
Reihe: Studienbuch Musik
Ausgabenbeschreibung: 28. Auflage 1998
150 Seiten - Broschur
Verlag: Schott
ISBN: 3-7957-8707-6